2016

 

„Pokal der Blauen Schwerter“ 2016

 

Bernardin Kingue-Matam (FR), Sieger 2016 & 2014

 

Rebeka Koha (LT), Siegerin des Damenpokals 2016

 

Meißen-Starter sehr erfolgreich bei den Nachwuchs-EM in EILAT/Israel

Rebeka Koha (Lettland, Juniorinnen -58kg), Gewinnerin des Meißner Damenpokals, wurde Europameisterin, ihr Landsmann Ritvars Suharevs (Junioren -77kg) Vize-Europameister.

 

Die Belgierin Anna Vanbellinghen (U23 +75) überraschte erneut mit Zweikampf-Bronze.

Aus deutscher Sicht standen die Schützlinge von Bundestrainer Michael Vater diesen Erfolgen kaum nach:

 

Tabea Tabel (Jun. -75) errang mit Bestleistungen den Vize-Europameisterin-Titel im Reißen mit 97 kg und gewann jeweils Bronze im Stoßen mit 121 kg (Deutscher Rekord Juniorinnen) und Zweikampf mit 218 kg (Deutscher Rekord Juniorinnen).

 

Leon Schedler (Jun. -56) wurde Vize-Europameister mit 126 kg im Stoßen mit Bestleistung sowie Bestleistung im Zweikampf (222 kg).

 

Jon Luke Mau (Jun. -62) holte EM-Bronze mit 148 kg im Stoßen mit Bestleistung und deutschem Rekord, Bestleistung mit 115 kg im Reißen sowie mit deutschem Rekord im Zweikampf (263 kg).

 

Annalena Gürtler (Jun. -69) wurde 10. im Zweikampf mit 178 kg (80 kg im Reißen und 98 kg im Stoßen).

 

Kurt Perthel (Jun. -94) erkämpfte mit 320 kg den 7. Rang (142 kg im Reißen und 178 kg im Stoßen).

 

Michael Varlamov (Jun. -94) kam im Zweikampf mit 320 kg auf den 8. Platz (142 kg im Reißen und 178 kg im Stoßen).

 

Philip Mummhardt (U23 +105) erreichte mit 150 kg Reißen und 200 kg Stoßen (Bestleistung und damit 5.) den 7. Platz im Zweikampf.

Es bleibt zu hoffen, dass sich diese Perspektivkader weiter positiv entwickeln und somit am 6. Mai 2017 ihr gewachsenes Leistungsvermögen auch bei der 28. Pokalauflage in Meißen unter Beweis stellen können.

 

Ausführliche Berichte von Meißen Fernsehen tvM sehen Sie hier:

 

1. Veranstaltung

2. Veranstaltung

 

Die Wände heben immer mit

BVDG-Sportdirektor Frank Mantek und BVDG-Vizepräsident Patrick Fassot lobten wiederholt die Organisation und hoben die Besonderheit dieses Blaue-Schwerter-Turniers hervor: „Das Gewichtheben mit seinen bekannten aktuellen Problemen benötigt dringend solche positiven Momente.“ Beide Offizielle bescheinigten Meißen 2016 weitere Fortschritte und sicherten gern künftige Unterstützung zu. Das gilt erfreulicherweise ebenfalls für die sportbegeisterten, treuen Sponsoren und Förderer. Nur auf dieser Grundlage und mit Hilfe aller Freunde des Gewichthebens kann das Traditionsturnier erhalten und weiter ausgebaut werden. Dafür bedankt sich das Org.-Team ausdrücklich und setzt fest auf diese partnerschaftliche Zusammenarbeit.

 

Vom Bundesverband wurde der Pokaltermin für 2017 bekannt gegeben, bitte vormerken: 6. Mai 2017 (noch) in der alten Gewichtheberhalle Meißen, Goethestraße 33.

 

Beeindruckt von der der einzigartigen Wettkampfatmosphäre und vom anspruchsvollen Rahmenprogramm sagten viele Starter, insbesondere die ausländischen Delegationen, spontan ihr Wiederkommen im Frühjahr 2017 zu.

 

Einen ausgezeichneten Wettkampfbericht hat Meißen-Fernsehen tvM zusammengestellt.

Bernadin Kinque Matam, neuer Pokalsieger 2016

Die alte Halle platzte aus allen Nähten, dafür gab es im Wettkampf kaum Platzer. Auch die 27. Turnierauflage hielt, was sie versprochen hatte: hochklassigen Gewichtheber-Sport mit Show und Dramatik. Unter den insgesamt fast 800 Zuschauern waren viele bekannte Gesichter: Vertreter aus Sport und Politik, Sponsoren, Förderer, Fans und ehemalige Aktive. Oberbürgermeister Olaf Raschke eröffnete als Schirmherr die Pokalveranstaltung und richtete einen hoffnungsvollen Blick in die Zukunft: Eine neue Halle soll ab 2018 die altehrwürdige Austragungsstätte ablösen.

 

Wie ein Mann - oder besser - wie ein engagierter Trainer pushte das begeisterte Publikum jeden der 32 Teilnehmer aus 7 Nationen zu Höchstleistungen. Die Wände hoben sprichwörtlich mit. Den äußerst spannenden Dreikampf zwischen Bernadin Kinque Matam (Frankreich), Max Lang und Ritvars Suarevs (Lettland) entschied nach ständigen Positionswechseln am Ende der Franzose ganz knapp für sich.

 

Max zeigte sich als fairer Sportsmann und konnte seine anfängliche Enttäuschung schnell überwinden: „Ich gratuliere Bernadin zum Sieg und werde nächstes Jahr selbstverständlich wieder angreifen, Meißen ist für mich Ehrensache.“ Nun gibt es mit Lang 2012/13 und Kingue Matam  2014/16 sowie Andreas Letz (1981/82) und Ronny Weller (1989/92) vier Doppelpokalsieger. Die Frauenwertung und damit den kleinen Pokal gewann die Lettin Rebeka Koha vor der Überraschungszweiten Anna Vanbellinghen aus Belgien und der Vorjahressiegerin Joanna Lochowska aus Polen. Die Olympiavierte Koha mischte als 6. der Gesamtwertung im Feld der starken Männer von Spieß bis Müller kräftig mit. Kohas technische Fähigkeiten und die ihres lettischen Landsmannes Suarevs waren für Kenner eine Augenweide. Frau Preuß, Produktionsleiterin der Meißner Porzellanmanufaktur, überreichte Bernadin Kinque Matam und Rebeka Koha die beiden wertvollen Siegerpokale aus weißem Gold - nach ihren eigenen Worten eine Herzensangelegenheit.

 

Moderator Marc „Hust’l“ Huster lief am Mikro so wie einst an der Hantel zu Bestform auf: Er begleitete jeden Heber emotional und beeindruckte Fachleute und Laien mit seinen Kommentaren. Bei seiner Beamer-Präsentation zur Pokal-Historie und im Interview mit Exweltmeister und Trainerlegende Stefan Grützner, bereits aktiver Teilnehmer bei der Turnier-Premiere 1971, wurden schöne Erinnerungen wach. Marc selbst war ja bekannt für seine Jubelausbrüche nach geglückter Hebung. Hier konnte ihm aktuell die deutsche Nachwuchshoffnung Jon Luke Mau mit einer perfekten Rückwärtssalto-Pose das Wasser reichen - ebenso der superschwere Publikumsliebling Almir Velagic. Almir betätigte sich vor seinem Versuch unter Beifall ganz cool als Scheibenstecker. Seine „Stecker“-Kollegen wie alle anderen fleißigen Helfer meisterten ihren jeweiligen Job bravourös und sorgten somit für einen reibungslosen Ablauf beider Veranstaltungen. Schon am Sonntagmorgen danach trafen sich viele wieder, um die Wettkampfstätte abzubauen und die Halle für das Training herzurichten. Dafür Respekt und ein großes Dankeschön!

 

Zurück zum Wettkampf: Der Nachmittag begann mit einer Technikdemonstration der besten Schüler des AC Meißen. Lucas Müller und Kevin Klünder zeigten unter Anleitung von Trainer Frank Förster - einst an der Sportschule Trainingskamerad von „Hust’l“ - ihr Können. Die Lokalmatadoren Hagen Janta und Nico Fritsch schlugen auf heimischer Bühne sich sehr achtbar und wurden dafür stürmisch bejubelt. Hervorzuheben sind ebenfalls die Leistungen der anderen sächsischen Jung-Stemmer: Kurt Perthel (Chemnitz) mit EM-Normerfüllung sowie Erik Ludwig (Eibau) als jüngster Starter mit neuen sächsischen Jugendrekorden. Nachwuchs-Nationaltrainer Michael Vater zeigte sich vom Auftreten der Perspektivkader jedenfalls angetan und nominierte im Anschluss die deutsche u20/23-Auswahl für die Europameisterschaften im Dezember in Israel.

Offizielle Tabelle mit den Ergebnissen 2016

Rank Total,

NAME, Vorname, Verein/Nation

m/w

Geb.

BW

Points Snatch

Points

Clean & Jerk

Total

Points

1. KINQUE MATAM, Bernadin (Frankreich)

m

1990

70,2

67,0

110,0

313

177,0

2. LANG, Max (Chemnitzer AC)

m

1992

76,8

73,5

101,5

326

175,0

3. SUHAREVS, Ritvars (Latvia)

m

1999

78,5

73,0

100,0

329

173,0

4. MÜLLER, Michael (Berliner TSC)

m

1987

84,5

63,5

103,5

336

167,0

5. JOACHIM, Robert (Berliner TSC)

m

1987

72,6

65,5

99,5

306

165,0

6./1. KOHA, Rebeka (Latvia)

w

1998

56,7

71,5

89,5

204

161,0

7. SPIEß, Jürgen (AV 03 Speyer)

m

1984

96,6

64,0

94,0

350

158,0

8. SCHWARZBACH, Tom (AV 03 Speyer)

m

1986

86,2

58,8

94,8

326

153,6

9. MÜLLER, Nico (SV Germania Obrigheim)

m

1993

79,4

60,6

92,6

312

153,2

10. VELAGIC, Almir (AV 03 Speyer)

m

1981

139,6

52,5

94,5

382

147,0

11./2. VANBELLINGHEN, Anna (Belgium)

w

1994

84,5

60,5

85,5

235

146,0

12. MAU, Jon Luke (TSV BW Schwedt)

m

1998

61,9

53,0

92,0

253

145,0

13./3. LOCHOWSKA, Johanna (Polen)

w

1988

54,4

60,5

78,5

178

139,0

14. PERTHEL, Kurt (Chemnitzer AC)

m

1997

91,3

49,7

87,7

320

137,4

15. HESSE, Josef (AC Germania St. Ilgen)

m

1994

85,0

56,0

80,0

306

136,0

16./4. TREUTLEIN, Mandy (AC Germania St. Ilgen)

m

1987

68,9

60,0

74,0

204

134,0

17. VARLAMOV, Michael (TSV Cottbus)

m

1997

93,6

48,4

84,4

320

132,8

18. MÜLLER, Adrian (SV Germania Obrigheim)

m

1995

62,4

57,0

74,0

243

131,0

19. BRANDHUBER, Simon (TB 03 Roding)

m

1991

71,5

53,5

76,5

269

130,0

20./5. TABEL, Tabea (KSV Lörrach)

w

1996

73,2

51,5

77,5

208

129,0

21. HUBER, Moritz (KSV Lörrach)

m

1998

69,3

52,5

73,5

259

126,0

22. MUMMHARDT, Philip (Berliner TSC)

m

1995

112,1

45,5

80,5

335

126,0

23. NOVAK, Juš Rožnik (Slowenia)

m

1996

62,3

44,0

74,0

230

118,0

24. JANTA, Hagen (AC Meißen)

m

1991

67,3

43,5

70,5

241

114,0

25./6. GÜRTLER, Annalena (ASK Frankfurt/Oder)

w

1998

69,9

46,0

64,0

182

110,0

26./7. ŠTESL, Nastasja (Slowenia)

w

1991

56,3

46,5

63,5

153

110,0

27. FRITSCH, Nico (AC Meißen)

m

1994

71,7

40,5

68,5

248

109,0

28./8. HÖRNER, Helene (ASV Neumarkt)

w

1998

74,1

48,0

57,0

185

105,0

29. LUDWIG, Erik (Fortschritt Eibau)

m

2001

82,6

34,4

58,4

258

92,8

30./9. STRENIUS, Patricia (Sweden)

w

1989

68,2

0,0

85,0

0

85,0

31. SCHEDLER, Leon (ASK Frankfurt/Oder)

m

1998

55,7

0,0

75,0

0

75,0

32. YÜKSEL, Yasin (AC Regensburg)

m

1991

105,0

0,0

0,0

0

0

Athletikclub Meißen e. V.

 

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